ION Journal Iceland Roads to nowhere

Kite Roadtrip in Island

Worte von David (Team Manager)

Island liegt weit im Norden des Atlantiks – eine zerklüftete Landschaft, den Elementen ausgesetzt und geformt durch Wind, Eis und Feuer. Gletscher treffen hier auf Lava-Felder, Geysire explodieren zwischen schwarzen Felsen und die Küste erinnert an eine unfertige Landkarte. Dies ist ein Ort, der sich weigert gezähmt zu werden und genau das ist der Grund wieso wir uns für ihn entschieden haben.

Unsere Vorstellung war nicht die perfekten Bedingungen zum Kiten zu finden – wäre das unser Ziel, hätten wir uns an den warmen Stränden Brasiliens niedergelassen. Bei dieser Reise ging es um etwas anderes: Abenteuer, unberührte Natur und das Unbekannte. Der Spirit von ION war schon immer in den wilden Ecken der Welt zu Hause, und Island schien der perfekte Ort für das Herbst/Winter 2026 Shooting zu sein.

Analog photo of the Iceland crew consisting of Camille to the left, Edgar and team manager David

Die Crew

Fünf von uns machten sich in zwei überladenen Autos auf den Weg. Wenn man sich in das Unbekannte aufmacht, ist es schwer eine genaue Erwartung zu haben. Das Wichtigste war erstmal sich in Bewegung zu setzen. Camille und Edgar – unsere französischen Team Rider – brachten für den Trip die richtige Mischung aus Spontanität und Talent mit. Samu, unser Fotograf trug seinen Teil durch kreatives Chaos bei. Arthur, jagte hinter seiner Filmkamera jeden Moment, Licht und Wind hinterher, als wäre es seine zweite Natur. Zusammen machten wir uns auf ins Abenteuer, weniger als Crew, sondern als eine ruhelose Einheit aus Schöpfern, bereit für alles was kommen sollte.

Three people standing on a rocky beach at night in Iceland with the full moon rising in the background

Kite all day, sleep whenever

Unsere Tage fanden schnell ihren Rhythmus: so lange schlafen wie möglich, um es noch zum Frühstück zu schaffen, das Auto in bester Tetris-Manier zu packen, Hummus & Sandwiches im Supermarkt organisieren und einfach los in die Richtung, in der Tag bzw. der Wind uns zog. Die meisten Shoots fanden spät statt. In Island wird es im Juli fast nie ganz dunkel, was uns mit endlosem Tageslicht segnete. Wir kiteten alleine um Mitternacht. Foilten zwischen zerklüfteten, schwimmenden Eisbergen. Erschufen surreale Szenen bei Nacht in schwarzen Sand, erleuchtet durch unser Blitzlicht und weichgezeichnet durch Rauch.

Bird eye view of a green field and orange river in Iceland
Beach view in Iceland

Manche Momente hinterließen uns sprachlos: Edgar’s Sprung von der Klippe inklusive Kite Loop, während wir von unten nur gespannt zuschauen und uns ernsthaft Sorgen machen konnten. Oder das endlose Blau der Flussmündungen und Gewässer, die von oben aussehen wie Pinselstriche auf Eis. Und manche Momente haben uns geerdet: ein unerwarteter Besuch im selbstgemachten Museum eines Einheimischen, das aus angespülten Schiffswracks gebaut wurde und um ein Haus herum liegt, das er aus einem alten Öltank gebaut hat. Er hieß uns willkommen wie Freunde und zeigte uns eine Seite Islands, die auf keiner Karte gefunden werden kann – eine, die auf Geschichten, nicht Orten basiert.

Kiterboarder hanging mid air next to a cliff

Vulkane & endlose Küsten

Der Trip neigte sich dem Ende zu und wir waren trotz aller Müdigkeit glücklich. Uns war bewusst, dass wir nur einen kleinen Teil dieses beeindruckenden Ortes zu Gesicht bekommen haben: Die Küstenlinie scheint sich endlos hinzuziehen, die Möglichkeiten unendlich und der Wunsch zurück zu kehren scheint stärker als je zuvor. In einer poetischen Wendung des Schicksals brach nur wenige Stunden, nachdem wir die Insel verlassen hatten, ein Vulkan aus – gewaltig, heftig, wunderschön.

Natürlich hätten wir es gerne gesehen. Aber vor allem hat es bestätigt, was wir schon geahnt hatten:

Wir müssen wiederkommen.

Collage from ION's shooting in Iceland with foiling, nature and roadtripping
Silhouette of Camille and the team shooting at night on the beach
Collage from the ION team trip to Iceland with nature shots from sheeps, beach and under water glaciers
Black and white collage: photographers on rocky shore, floating ice pieces, and crashing ocean waves.

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